Wer neu in Deutschland ist, kennt das Problem: Für klassische Kreditkarten verlangen viele Banken eine SCHUFA-Prüfung, ein stabiles Einkommen oder eine längere Kontohistorie. Genau hier sind Prepaid-Kreditkarten eine der besten Lösungen.
Denn: Prepaid-Karten funktionieren auf Guthabenbasis. Sie laden Geld auf und können nur diesen Betrag ausgeben – ohne Kreditrahmen, ohne Verschuldungsrisiko und häufig ohne SCHUFA. Das macht sie besonders attraktiv für:
- Ausländer, die gerade erst nach Deutschland gezogen sind
- Studierende und Expats
- Menschen ohne deutsche Kredithistorie
- Personen, die maximale Kostenkontrolle wollen
In diesem Artikel finden Sie einen klaren Überblick über die 4 besten Prepaid-Optionen in Deutschland für Ausländer – inklusive Vorteilen, Gebühren-Fallen und Tipps zur Auswahl.
Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?
Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert wie eine Kreditkarte (Visa oder Mastercard), aber ohne Kreditlinie:
- Sie müssen zuerst Guthaben aufladen
- Zahlungen werden vom Guthaben abgezogen
- kein Dispo, kein Kreditrahmen
- meist keine SCHUFA-Prüfung
Wichtig: Viele moderne Anbieter nennen ihre Karten „Debit“, funktionieren im Alltag aber ähnlich wie Prepaid, weil Sie nur Ihr eigenes Geld nutzen. Für Neuankömmlinge ist das oft völlig ausreichend.
Worauf sollten Ausländer bei Prepaid-Karten achten?
Bevor Sie sich entscheiden, prüfen Sie diese Punkte:
1) Ohne SCHUFA / ohne deutsche Kredithistorie
Achten Sie darauf, dass:
- keine SCHUFA-Abfrage notwendig ist
- Kontoeröffnung auch ohne lange Wohnhistorie möglich ist
2) Akzeptanz in Deutschland und international
Optimal sind Karten mit:
- Visa oder Mastercard
- 16-stelliger Kartennummer (für Online-Zahlungen)
3) Gebühren (die häufig unterschätzt werden)
Typische Kostenfallen:
- Fremdwährungsgebühren
- Gebühren für Bargeldabhebungen
- monatliche Kontogebühren
- Gebühren für physische Karte oder Ersatzkarte
4) Aufladen (Top-up)
Gute Optionen bieten:
- Aufladung per Banküberweisung
- Sofort-Aufladung über App (je nach Anbieter)
- schnelles Guthaben-Management
Die 4 besten Prepaid-Kreditkarten in Deutschland für Ausländer
1) Revolut: flexibel, international, ideal für Expats
Beste Wahl für: Expats, Vielreisende, internationale Zahlungen
Revolut gehört zu den beliebtesten Fintech-Lösungen in Europa – und ist besonders praktisch, wenn Sie in Deutschland leben, aber regelmäßig Geld ins Ausland schicken oder in Fremdwährungen zahlen.
Vorteile
- schnelle Kontoeröffnung online
- Visa oder Mastercard (je nach Ausgabe)
- sehr gut für Zahlungen in Fremdwährungen
- moderne App mit Budget-Funktionen
- oft kostenlose Bargeldabhebungen bis zu einem monatlichen Limit (je nach Plan)
Mögliche Nachteile
- Limits und Gebühren hängen stark vom Tarif ab
- Bargeldabhebungen über Freigrenze können teuer werden
Kurzfazit: Sehr gute Prepaid-Alternative, wenn Sie internationale Flexibilität brauchen.
2) bunq: einfache Kontoeröffnung, stark im Alltag
Beste Wahl für: Neuankömmlinge, digitale Nutzer, Alltag in Deutschland
bunq ist bekannt für schnelle digitale Prozesse und eignet sich gut für alle, die in Deutschland ankommen und sofort ein modernes Konto samt Karte nutzen möchten.
Vorteile
- Konto und Karte komplett online
- Mastercard für gute Akzeptanz
- moderne App, mehrere Unterkonten möglich
- besonders praktisch für Alltag + Reisen
Mögliche Nachteile
- viele Funktionen sind in kostenpflichtigen Plänen enthalten
- nicht immer die günstigste Option, wenn Sie nur „eine Karte zum Bezahlen“ brauchen
Kurzfazit: Ideal, wenn Sie ein modernes Banking-Setup suchen und nicht nur eine reine Prepaid-Karte.
3) Trade Republic Card: Guthabenprinzip + Saveback
Beste Wahl für: Menschen, die Banking + Sparen kombinieren wollen
Die Trade Republic Card ist streng genommen eine Visa-Debitkarte, wird aber im Alltag oft wie eine Prepaid-Lösung genutzt, weil Sie nur Ihr Guthaben verwenden. Für Ausländer ist sie interessant, weil sie oft ohne klassische Kreditkartenprüfung auskommt.
Vorteile
- Visa-Karte mit sehr hoher Akzeptanz
- meist sehr günstige oder kostenlose Nutzung
- weltweit bequemes Bezahlen
- je nach Modell 1 % Saveback möglich (an Bedingungen geknüpft)
Mögliche Nachteile
- Fokus liegt auf Investment/Depot – nicht jeder möchte das
- nicht die klassische „Prepaid-Karte“ im traditionellen Sinn
Kurzfazit: Super Option, wenn Sie ohnehin sparen oder investieren möchten – und eine Karte mit Guthabenbasis suchen.
4) Payback Visa Prepaid: klassische Prepaid-Karte mit einfacher Nutzung
Beste Wahl für: Menschen, die eine „echte“ Prepaid-Kreditkarte wollen
Wer es klassisch mag, ist mit der Payback Visa Prepaid oft gut bedient: Aufladen, bezahlen, volle Kontrolle.
Vorteile
- Visa-Prepaidkarte auf Guthabenbasis
- Kostenkontrolle ohne Kreditrahmen
- Payback-Punkte sammeln möglich
- gute Akzeptanz im Handel und online
Mögliche Nachteile
- Gebührenmodell genau prüfen (je nach Nutzung)
- nicht so modern wie Revolut oder bunq
Kurzfazit: Gute Wahl für alle, die bewusst eine klassische Prepaid-Kreditkarte suchen.
Gibt es Alternativen?
Ja – aber nicht alle sind empfehlenswert.
Weitere Optionen:
- viabuy (oft höhere Gebühren)
- N26 Flex oder ähnliche Modelle (je nach Bonität/Verfügbarkeit)
- Prepaid-Lösungen von Drittanbietern (oft teuer)
Tipp: Wenn eine Karte mit „ohne SCHUFA“ wirbt, prüfen Sie immer:
- Monatsgebühr
- Aufladegebühr
- Bargeldabhebungsgebühr
- Fremdwährungsgebühr
Welche Prepaid-Kreditkarte ist die beste für Ausländer?
Die beste Option hängt davon ab, wie Sie die Karte nutzen möchten:
- Revolut: beste Wahl für internationale Zahlungen und Reisen
- bunq: stark für Alltag in Deutschland, schnelle Kontoeröffnung
- Trade Republic Card: gute Guthabenlösung + Saveback, wenn Sie sparen wollen
- Payback Visa Prepaid: klassische Prepaid-Karte mit einfacher Kontrolle